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	<title>Glasdemokratie &#187; Udo Kornmeier</title>
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		<title>Das deutsche Abmahnmodel schwankt?</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 12:50:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abmahnanwalt]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p class="BildText Rechts"<img  title="Digiprotect" src="/wp-content/uploads/2010/02/digi.gif" alt="Digiprotect" width="174" height="161" />ein neues Logo?</p>
<p>Ein Urteil (<a rel="external" href="http://www.internet-law.de/AG-Frankfurt.pdf">PDF</a> ) des Amtsgerichts (AG) Frankfurt (Az. 31 C  1078/09) vom 29. Januar 2010 könnte das lukrative Erlösmodell mit  Massenabmahnungen aufgrund von Urheberrechtsverletzungen ins Wanken  bringen. Der Amtsrichter verweigerte dem abmahnenden Anwalt die  Erstattung der eingeforderten Gebühren durch den Abgemahnten. Im vorliegenden Fall hatte der Frankfurter Rechtsanwalt Udo Kornmeier  wegen eines Download-Angebots in einer Tauschbörse abgemahnt.  Mandatiert wurde er vom Unternehmen DigiProtect,  das nicht nur IP-Adressen von Tauschbörsennutzern erhebt, sondern auch  als Inhaber von Nutzungsrechten für einzelne Musikstücke in Tauschbörsen  fungiert. Als der Abgemahnte die Zahlung einer Pauschalabgeltung für  Schadensersatz und Anwaltshonorar in Höhe von 450 Euro verweigerte,  klagte DigiProtect auf Erstattung der Anwaltsgebühren in voller Höhe  (651,80 Euro). Das Gericht würdigte bei seiner Entscheidungsfindung offensichtlich  neue Erkenntnisse, über die auch c&#8217;t ausführlich <a rel="external" href="http://www.heise.de/ct-tv/artikel/Hintergrund-Abmahnen-statt-verkaufen-901244.html">berichtet</a> hat: Einem im November im Web  aufgetauchten Fax zufolge, das allem Anschein nach Anwalt Kornmeier im  März 2008 an die britische Kanzlei Davenport Lyons geschickt hatte,  stellte Kornmeier nicht wie üblich für jeden Einzelfall die entstandenen  Kosten in Rechnung, sondern rechnete seine Einschaltung allem Anschein  nach pauschal ab. Experten folgern aus dieser Aussage schon seit längerem, dass  Kornmeier gegenüber den Abgemahnten nicht die hohen Gebühren nach dem  RVG, sondern nur die tatsächlich vom Auftraggeber erstatteten Kosten  verlangen darf. Dieser Argumentation folgte nun das AG Frankfurt. DigiProtect sei  kein erstattungsfähiger Anspruch in Höhe von 651,80 Euro entstanden,  erklärte der Richter in seiner Urteilsbegründung. Weil weder DigiProtect noch Kornmeier aber die Vereinbarung  offenlegten, sei die Klage abzuweisen gewesen. Sollte diese Argumentation des Gerichts auch bei anderen, ähnlich  agierenden Protagonisten Anwendung finden, könnte dies das  &#8220;Geschäftsmodell&#8221; der Massenabmahner in der bisherigen Form zunichte  machen. Die abmahnenden Rechtsanwälte dürften das Interesse daran  verlieren, wenn ihnen die Möglichkeit entzogen würde, hohe Summen nach  Gebührenordnung zu kassieren.<br />
<strong><br />
Na, da wollen wir doch erstmal abwarten, deutsche Rechtsanwälte sind ja bekanntlich sehr erfinderisch.</strong></p>
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