Datenpanne bei Libri
alle Bücher offen?
Beim deutschen Online-Buchhändler Libri.de hat es eine Datenpanne gegeben. Rechnungen Tausender Kunden waren über einen Umweg für jeden Internet-Nutzer einsehbar. Das Unternehmen räumte den Fehler ein. “Wir konnten unverzüglich reagieren und die Lücke schnell schließen, bevor ein Schaden entstand”, teilte Libri am Donnerstag in Hamburg mit. Kundendaten seien nach Analyse der Logfiles nicht in den Umlauf gekommen. Ein Kunde des Online-Buchhändlers hatte das Blog Netzpolitik.org auf das Datenleck aufmerksam gemacht. Dessen Betreiber Markus Beckedahl probierte die Sicherheitslücke aus und stellte fest: Wer eine Rechnung als PDF-Dokument heruntergeladen hat, bekam dafür offenbar eine fortlaufende Nummer. Gab man eine andere Nummer ein, konnte man sich auch die Rechnungen anderer Kunden ansehen – mit Namen, Anschriften, Rechnungsnummern und bestellten Artikeln. Wie der Betreiber des Weblogs erklärte, waren zeitweise rund 500.000 Kundendaten zugänglich.
Die Panne könnte auch für den TÜV Süd ein Nachspiel haben, der Libri.de ein Zertifikat ausgestellt hat. “Da muss man sich fragen: Was sind derartige Zertifizierungen letztlich wert?”, sagte der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar.






















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