Archiv für Juli 8th, 2009

8
Jul

Irland, und zum Zweiten …

Erstellt von: Redaktion  | abgelegt in Kategorie EU-Vertrag, Europa, Irland, Referendum

Seien wir doch mal ehrlich, Demokratie ist Scheisse! Zumindest, wenn es nicht nach den Nasen der Herrschenden geht. Deswegen durften von den 27 europäischen Völkern, auch nur die Iren abstimmen. Und da sich isolierte Insulaner schon mal irren können, dürfen die jetzt nochmal, an die Wahlurnen. Das zweite Referendum in Irland über den europäischen Reformvertrag von Lissabon findet am 2. Oktober statt. Dies gab jetzt die Regierung in Dublin bekannt. Damit das diesmal auch klappt, und somit endlich wieder “Demokratie” in Europa herrscht, hat man den Iren die Augen und Ohren mit einem Zusatzprotokoll verkleistert. Darin hat man den Iren Souveränität in der Verteidigungs- und Steuerpolitik sowie das Recht auf Beibehaltung seines strikten Abtreibungsverbots garantiert. Einer Umfrage von Anfang Juni zufolge würden diesmal 54 Prozent der Iren für den Lissabon-Vertrag stimmen und 28 Prozent dagegen. Im Juni vergangenen Jahres hatten sie den Reformvertrag noch mit 53 Prozent Nein-Stimmen durchfallen lassen.

Europäische Demokratie bedeutet somit – wir lassen solange abstimmen, bis den Herrschenden das Ergebnis passt! Solch eine Demokratie IST Scheisse!

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8
Jul

Der einsame Rufer in der Wüste

Erstellt von: Redaktion  | abgelegt in Kategorie Datenmissbrauch, STASI 2.0, Überwachungsstaat, USA

Der einsame Rufer

Vor, Patrick Breyer vom Arbeitskreis Vorratsdaten- speicherung, ziehen wir echt den Hut. Er glaubt wirklich, der Bundesrat wird auch nur annähernd darüber nachdenken, das Datenaustauschabkommen mit den USA zu stoppen. Nicht, das wir, mit seinen Forderungen nicht 100% übereinstimmen würden, ganz im Gegenteil:

“Unverhältnismäßigkeit, mangelnde Bestimmtheit und Vorhersehbarkeit, unzureichende Zweckbindung, fehlende Sicherungen, kein effektiver Rechtsschutz – diese Übereinkunft verfehlt in nahezu allen Punkten die Anforderungen des Bundesverfassungsgerichts an Grundrechtsbeschränkungen”, so Breyer zu dem Umsetzungsgesetz. Auch Nachverhandlungen zu dem Abkommen könnten diese Kritikpunkte nur teilweise ausräumen, da einige von ihnen – etwa das Fehlen eines effektiven Rechtsschutzes in den USA – außerhalb der Möglichkeiten eines Abkommens liegen. Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe bereits eine Klage gegen die Datenübermittlung an die USA im Rahmen der Cybercrime-Konvention vorliegt – bevor dieser ähnlich gelagerte Fall entschieden sei, solle besser keine weitergehende Datenauslieferung beschlossen werden.

Recht hat der Mann, allein uns fehlt der Glaube, das die geliebte deutsche Bundesregierung und ihre Parteisoldaten, etwas anderes zulassen wird.
Wir in unserer Redaktion, kommen uns manchmal wie die einsamen Rufer in der Wüste vor, die nur leider keiner hört.

Glasdemokratie wünscht jedenfalls dem Herrn Patrick Breyer, das es ihm nicht so geht!

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