
ein sauberes Images. Gut zwei Jahre nach dem Amtsantritt von Rene Obermann ist die Deutsche Telekom wirtschaftlich gesehen wieder auf Kurs. Das ist auch kein Wunder, wurden doch tausende Call-und Service Mitarbeiter in externe Gesellschaften ausgegliedert, wo sie nach einem Jahr Bestandschutz für weniger Geld aber mit mehr Wochenstunden arbeiten müssen. Ihre Abfindungsansprüche aus jahrelanger Telekomtätigkeit haben sie natürlich auch verloren. Doch Obermann und seine Vorstandskollegen kämpfen verbissen an einer anderen Front: Es geht um Bespitzelung von Aufsichtsräten und Journalisten und den Diebstahl von 17 Millionen Handydaten sowie um 4000 Daten von Festnetzkunden der Telekom mit denen dubiose Händler offenbar dunkle Geschäfte treiben. Auch hier liegt der Fehler im System, alle ausgegliederten Gesellschaften haben immer noch Zugriff auf die selben Telekomprogramme mit allen Telekomdaten mit den selben Berechtigungskennungen. Somit ist Datenverlust und -missbrauch, dank Memorystick, vorprogrammiert. Dabei hatte Obermann bei seinem Amtsantritt vor gut zwei Jahren das Ziel ausgegeben, die Telekom zum besten Service-Unternehmen in Europa zu machen. Doch Vertrauen und Image sind ruiniert. “Wir werden nicht ruhen, bis wir absolute Sicherheit haben, dass solche Dinge sich nicht wiederholen.” Das treibt gleich wieder Stilblüten, die darin gipfeln, das den Auslieferungsdiensten von Telekomprodukten untersagt wurde diese auszuliefern, wenn beim Empfänger auch nur ein Buchstabe nicht stimmt. Beispiel: Sie bestellen ein Produkt bei der Telekom, es kommt an, sie wohnen in einem Zweitwohnsitz, auf dem Personalausweis steht aber noch der Hauptwohnsitz, schwubs nimmt der freundliche Lieferbote das Produkt wieder mit. Und das obwohl sie eine gültige Bestätigung vom Einwohnermeldeamt für den Zweitwohnsitz haben. In Fachkreisen nennt man sowas wohl Paranioa! Somit wird der Rosa Riese wohl noch sehr lange suchen müssen.














