…fehlt nur noch Schutzgelderpressung
Das Musiklabel will laut heise.de eine “Downloadsteuer” einführen. Diese soll für jeden Internetanschluss in der Höhe von 5US-Dollar erhoben werden. Für den Rechnungsaufschlag sollen Surfer weltweit die gesamte im Netz verfügbare Musik ohne Beschränkungen herunterladen, kopieren und tauschen können.
Das größte Problem dürfte allerdings sein, alle Majors und die zahlreichen kleinen Labels unter einen Hut zu bringen. Die Musikindustrie versucht hier den rapiden Verfall ihres alten Geschäftsmodells zu stoppen und das Geschäftsmodell der deutschen GEMA durchsetzen. Denn in Deutschland haben die Rechteinhaber ja schon die Steuer auf CD-DVD-Brenner, Drucker, Kopierer eingeführt. Gleichzeitig verstärken Musik- und Filmindustrie den Druck auf Politik und Provider, die mehr gegen die illegale Verbreitung von geschützten Inhalten tun sollen. Und sie klagen weiter gegen Internetnutzer an Universitäten und in Privathaushalten.
Warum sollen nur die Leute für Musik bezahlen, die diese auch herunterladen, wenn man alle Internetnutzer abzocken kann. Was passiert eigentlich wenn Filmindustrie, Hörbuchverlage und andere Medienanbieter dem Beispiel folgen sollten, gibt es dann den Internetzugang nur noch für Besserverdienende? Warum bieten die Musiklabels nicht eine eigene Downloadflatrate an? Ach ja, dann müssten diese ja auch Qualität liefern, und das geht nu wirklich nicht! Hier versucht sich ein, untergehender Industriezweig, wieder einmal, pauschal aus den Taschen aller zu bedienen anstatt über neue Vertriebswege, Kundennähe und eine neue Qualität nachzudenken.






