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EU-Parlament will mögliches “Nein” ignorieren
Ein empfindlicher Schlag gegen die Demokatie: Das EU-Parlament hat beschlossen,
ein Nein der Iren im Reformvertrag zu ignorieren.Thema der dortigen Debatte war der
so genannte “Corbett-de-Vigo-Report über den Lissabonvertrag”, zum dem es Änderungsanträge
gab, die ihrerseits der Abstimmung bedurften, bevor über den eigentlichen Vertrag abgestimmt
wurde. Einer dieser Änderungsanträge – Änderungsantrag 32 – schlägt vor, dass das
Europaparlament “sich verpflichtet, das Resultat des Referendums in Irland anzuerkennen”.
Anders ausgedrückt: Soll das Parlament das Ergebnis des irischen Volksentscheids über
den Lissabonvertrag respektieren, der voraussichtlich Anfang Juni 2008 erfolgen wird?
Dieser Antrag wurde von 499 Abgeordnete abgelehnt. Bei 33 Enthaltungen befürworteten
ihn lediglich 129. Die Mehrheit der Europa-Abgeordneten hat in ihrem Bestreben, diesen
Vertrag auf Biegen und Brechen durchzubringen, nicht nur jegliche Achtung vor der
Demokratie verloren, sondern auch vor den Menschen, die sie eigentlich vertreten sollen.
Das Mandat, das ihnen durch demokratische Mittel erst verliehen wurde, benutzen sie nun
dazu, die Demokratie ernsthaft zu beschädigen.
Quelle: Mehr Demokratie e.V.





Deutschland: Anstehende Grundgesetzänderung “immerhin ein Fortschritt”…
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